12.05.2018, von Marie-Theres Baron und Partrick Tkocz

Ortsverband Balve und Datteln auf den größten Kanal-Knotenpunkt der Welt unterwegs

Am Samstag, den 21.04.2018, übten die Fachgruppen Wassergefahren der Ortsverbände Balve und Datteln mit 4 Booten zahlreiche Fahrmanöver auf den Dattelner Kanälen.

Bereits am frühen Samstagmorgen versammelten sich die Balver und Dattelner Einsatzkräfte an der Dattelner Unterkunft, um gemeinsam zum Dortmund-Ems-Kanal aufzubrechen. Nach einer kleinen Stärkung stand dem sonnigen Tag nichts mehr im Wege. Mit vier Booten am Kanal angekommen gab es eine kurze Unterweisung, um die Gefahren der örtlichen Begebenheiten zu beachten. Nach der Unterweisung begann die geplante Ausbildung der beiden Fachgruppen Wassergefahren. Dabei mussten die Materialien der Wasserfahrzeuge verlastet und die Boote mittels des Ladekrans zu Wasser gelassen werden. Für die Aufgabe des zu Wasser lassen der Boote spielt die Kommunikation und der Blickkontakt zum Kranführer eine große Rolle. Nach der Zuwasserlassung der Wasserfahrzeuge wurden die Teams auf die Boote aufgeteilt und der nächste Ausbildungspunkt konnte ausgeführt werden.

Das "Paddeln" stand nun auf dem Tagesprogramm. Mit vereinten Kräften paddelten die Einsatzkräfte auf den Dattelner Kanälen. Besonders wichtig bei diesem Ausbildungspunkt war die Auffrischung der Kommandos beim Paddeln, welche im Einsatzfall sofort abrufbar sein müssen. Trotz der warmen Temperaturen konnte die Übung mit Bravour gemeistert werden und die Kameraden der beiden Fachgruppen konnten sich nach der erfüllten Aufgabe auf das Starten der Motoren freuen. Nun konnte endlich das Dattelner Meer befahren und die ersten Manöver gestartet werden.

Dadurch, dass auch angehende Bootführer an Bord der Boote waren wurde auch das Anlegen und Ablegen der Wasserfahrzeuge geübt. Dabei zeigten sowohl die Balver als auch die Dattelner Bootsführer eine präzise Führung der zugeteilten Boote.

An der alten Pfad (einem stillgelegten Kanal) konnten die Einsatzkräfte eine warme Mahlzeit zu sich nehmen. Gleichzeitig wurde die selbstgebaute Fähre der beiden Bergungsgruppen des OV Datteln begutachten.

Nach der Stärkung ging der vollgepackte Ausbildungstag weiter. Während der Fahrt wurde das Anlegen eines zweiten Bootes geübt. Dabei mussten sich beide Bootsführer präzise an dem anderen Boot orientieren, um die Geschwindigkeit sowie die Richtung zu halten. So konnten nach kurzer Zeit bereits die Bootsmannschaften gewechselt werden und die Ausbildung wiederholt werden. Daraufhin wiederholten die Einsatzkräfte die manuelle Fortbewegung durch das Treideln. Zusammen mit allen Einsatzkräften wurde daraufhin eine geeignete Stelle gefunden und die Vorgehensweise besprochen.

Nach dieser doch Kräfte zerrenden Aufgabe schritten die Einsatzkräfte zum letzten großen Tagespunkt. Denn es stand die Rettung einer Person aus dem Wasser an. Hierfür wurde die Bergungspuppe der Kameraden des OV Balve zur Verfügung gestellt, welche durch ihr Gewicht und ihrer Größe ideal eine Person wiederspiegelte. Dabei konnte auch das neu beschaffte Rettungsnetz der Dattelner Kameraden eingesetzt werden. So konnte die Puppe ohne große Anstrengung von der Seite des Mehrzweckarbeitsbootes aufgenommen werden. Nach weiteren "Über Bord Manövern" konnte die Funktion sowie die Handhabung des Rettungsnetzes perfektioniert sowie demonstriert werden. Nach einem langen Ausbildungstag konnten alle Einsatzkräfte den Rückweg zum Dattelner Liegehafen antreten und das Material sowie die Boote wieder verlasten.

Nach dem Aufladen des Materials wurde der Rückweg am späten Nachmittag zur Dattelner Unterkunft angetreten. Gemeinsam beendeten die Einsatzkräfte den Tag mit etwas Gegrilltem und einer kühlen Cola.

Sowohl die Balve als auch die Dattelner Einsatzkräfte konnten den Ausbildungstag erfolgreich meistern und freuen sich auf die nächste gemeinsame Zusammenarbeit. Abschließend waren sich alle einig, dass der Ausbildungstag auf den Dattelner Kanälen sowohl kameradschaftlich als auch ausbildungstechnisch ein voller Erfolg war.


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